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Sie sind hier  The Social Paediatric Centre (SPC)  Regulations and related disorders of early childhood - "Munich clinic for cry babies"

Regulations- und Beziehungsstörungen der frühen Kindheit - "Münchner Sprechstunde für Schreibabys"

Inhaltliche Definition der Therapie bzw. Schwerpunkte

Die frühkindlichen Regulationsstörungen fassen als gemeinsame Diagnose ein breites Spektrum von Problemen der frühkindlichen Verhaltensregulation zusammen: vom frühen exzessiven Schreien, chronischer Unruhe, über Schlaf-, Fütter- und Gedeihstörungen, chronische Unruhe und Spielunlust bis hin zu sozialer Ängstlichkeit, exzessivem Klammern und Trotzen, Trennungsängsten und oppositionell-aggressivem Verhalten im Kleinkindalter. Sie stehen in zeitlichem Zusammenhang mit alterstypischen Anpassungs- und Entwicklungsaufgaben (Regulation von Schlaf-Wach-Organisation, Erregbarkeit, Aktivität, Aufmerksamkeit und Emotionen), die von Eltern und Baby gemeinsam zu bewältigen sind.

Es sind die ganz normalen Krisen der frühkindlichen Entwicklung, die aber durch extreme Ausprägung und Dauer erhöhte Anforderungen an die elterlichen Kompetenzen stellen. Die Eltern sind aktuell oder chronisch erschöpft, am Ende ihrer Kräfte und häufig noch zusätzlichen psychosozialen Belastungen ausgesetzt. Die sich entwickelnde Eltern-Kind-Beziehung ist häufig belastet.
In der Sprechstunde für Schreibabys im Kinderzentrum wurde ein interdisziplinäres integratives Beratungs- und Therapiekonzept entwickelt, das auf direkte therapeutische Hilfen für das Kind und Entlastung und Unterstützung der Eltern abzielt.

Hauptindikationen:

Regulations- und Beziehungsstörungen der frühen Kindheit:

  • Anpassungsstörung (Regulationsstörung) der frühen Kindheit (F43.2), mit exzessivem, unstillbaren Schreien und chronischer Unruhe, ohne/mit pädiatrischen Begleiterkrankungen, z.B. gastroösophagealer Reflux (GÖR), Eiweißunverträglichkeit, atopischen Erkrankungen, Neurodermitis, KISS-Syndrom, motorische Entwicklungsstörung
  • Ein- und Durchschlafstörung der frühen Kindheit (F51.0)
  • Fütterstörung im frühen Kindesalter (F98.2) ohne/mit Gedeihstörung (R62.8)
  • Auf den familiären Rahmen beschränkte Störung des Sozialverhaltens (F91.0)
  • Emotionale Störung mit sozialer Ängstlichkeit des frühen Kindesalters (F93.2)
  • Bindungsstörungen des frühen Kindesalters (F94.1/F94.2)
  • Sprachentwicklungsverzögerung (F80.9)
  • Beziehungsstörungen bei Wochenbettdepression und anderen psychischen Erkrankungen der Eltern

Methoden:

Eltern-Säuglings/Kleinkind-Beratung und -Psychotherapie (ambulantes/bei Bedarf stationäres Setting) mit folgenden Modulen, die abgestimmt auf den individuellen Bedarf der Familien zum Einsatz kommen:

  • Krisenintervention
  • Entwicklungsberatung
  • Videogestützte Interaktionsanleitung (Zwiegespräch, Spiel, Füttern, Schlafenlegen, Grenzensetzen)
  • Kommunikations- und Beziehungstherapie
  • Eltern-Säuglings-Psychotherapie
  • Paar- und Familienberatung/-Therapie. Bei spezifischer Indikation Integration von pädiatrischen Interventionen, Ergotherapie, Physiotherapie, Manualtherapie, sozialpädagogische Interventionen, Musiktherapie, Montessori-Therapie

Frühe Entwicklung und Kommunikation

Dr. med. Margret Ziegler

Ärztliche Leiterin des Schwerpunkts

Telefon: 089 71009-283 (Sekretariat)

E-Mail: Margret.Ziegler@kbo.de

 

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